Schwermetalle und ihre Folgen

Mögliche Vergiftungen, Allergien und Krankheiten

Schwermetalle aus der Umwelt belasten immer mehr unseren Körper. (© Claudia Otte - Fotolia.com)
Schwermetalle aus der Umwelt belasten immer mehr unseren Körper.

Schwermetalle in Industrieabgasen, Blei und Kupfer in Wasserleitungen, Platin und Palladium aus Autokatalyatoren in der Atemluft, Aluminium in Kosmetika (vor allem in Deos!), Titan in Medikamenten.

 

Quecksilber in Zahnfüllungen und Impfstoffen, Cadmium in Batterien, Zinn in Dosen, Nickel in Modeschmuck, Gold und Stahl in Zahnersatz ...

 

Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Auf dieser Seite erfahren Sie wie Metalle zu chronischen Vergiftungen, Allergien, Autoimmun-Erkrankungen und erhöhter Elektrosensibilität führen und warum diese oft nicht erkannt werden.


"Gute" und "schlechte" Metalle

Die Allgegenwart von Metallen in der Umwelt, am Arbeitsplatz, im Wohnbereich, in der Nahrung, in zahnärztlichen Werkstoffen, in Medikamenten und Kosmetika hat dazu geführt, dass jeder von uns mehr oder weniger stark metallbelastet ist.

 

Einige Metalle wie Eisen, Kupfer und Zink sind als sog. Spurenelemente lebensnotwendig. Aber nur, wenn sie in organisch gebundener Form eingenommen werden (z.B. Gemüse, Obst). In hohen Dosen und in anorganischer Form (z.B. durch Umweltbelastung) sind sie jedoch giftig.

 

Andere Metalle wie Cadmium, Blei und Quecksilber sind nicht lebensnotwendig und schon in geringen Konzentrationen gesundheitsschädlich.

 

Das Problem ist, dass unser Körper über keine Sinnesorgane verfügt, die ihn vor Metallen warnen: Er kann sie weder schmecken noch riechen. Und er besitzt keine wirksamen Schutzmechanismen gegen sie: Da Metalle eine hohe Bindungsfähigkeit an körpereigene Eiweiße haben, werden sie im Körper gespeichert und nur zu einem geringen Teil wieder ausgeschieden.


Warum Schwermetallvergiftungen oft nicht erkannt werden

Die Speicherung von Metallen im Organismus erfolgt schleichend und unbemerkt. Bildlich lässt sich dieser Sachverhalt mit einem Fass vergleichen, das sich allmählich füllt:

 

Der Körper ist lange Zeit in der Lage, die Metall-Belastung auszugleichen und es bestehen keine oder nur kaum wahrnehmbare Symptome. Man ist vielleicht oft müde, hat Konzentrations-Probleme, ist vergesslich oder hat andere Befindlichkeits-Störungen.

 

Da sich das aber ganz langsam entwickelt, gewöhnt man sich daran und hält es für "normal" oder "altersbedingt". Man weiß nach einiger Zeit gar nicht mehr, wie gut es sich anfühlt, wenn man klar im Kopf, ganz gesund und energiegeladen ist.

 

Erst wenn das Fass nach Jahren und Jahrzehnten überläuft und die körpereigene Regulation versagt, kommt es zum Auftreten deutlicher Symptome oder Krankheiten.

 

Diese werden aber oft nicht mit einer Metall-Belastung in Verbindung gebracht, weil in der Schulmedizin kein Bewusstsein für die Metall-Vergiftungsproblematik existiert, die Beschwerden oft erst lange Zeit nach der Belastung auftreten und Metalle keine spezifischen Symptome hervorrufen.

 

Dieser letzte Punkt ist sehr wichtig: Sehen Sie, wenn Sie z. B. eine Salmonellen-Infektion hätten, würde diese ganz bestimmte Magen-Darm-Symptome hervorrufen. Hier wäre der Zusammenhang zwischen Ursache (Salmonellen) und Wirkung (Magen-Darm-Infektion) klar erkennbar.

 

"Grundsätzlich besteht bei jeder chronischen Erkrankung der Verdacht, dass Schwermetalle an ihrer Entstehung maßgeblich beteiligt sind."

 

Dr. Frank Liebke


Die unterschiedliche Wirkung der Metalle macht die Diagnose schwer

Jedes einzelne Metall (egal, ob Quecksilber, Cadmium oder Blei) kann sich in verschiedenen Organen anreichern und verschiedene Symptome hervorrufen (was z.T. mit der genetischen Veranlagung des Betroffenen zusammenhängt).

 

Manche Symptome und Krankheiten, die von Metallen hervorgerufen werden, können auch andere Ursachen als diese haben. Ein einfaches Beispiel dafür ist häufiger Kopfschmerz, der von Blei und Quecksilber hervorgerufen werden kann. Es gibt aber auch Dutzende anderer möglicher Ursachen.

 

Die Giftwirkung von Metallen potenziert sich. Was heißt das? Wenn Ihr Körper mit zwei Metallen belastet ist, ist die mögliche Giftwirkung nicht nur doppelt so hoch wie sie bei einem Metall wäre: Sie kann bis zu tausend Mal so hoch sein. In Zahlen ausgedrückt: 1 + 1 ist dann nicht 2, sondern 100 oder 1000!

 

Die Diagnose einer Metall-Vergiftung ist schwierig. Sie verlangt Aufmerksamkeit, Engagement, Kompetenz und Erfahrung von Seiten des Arztes, Heilpraktikers und Zahnarztes. Grundsätzlich gilt aber:

 

Bei jeder unerklärlichen Krankheit und bei allen chronischen Beschwerden, für die keine Ursache gefunden werden kann, muss an eine Metall-Belastung gedacht werden! Das gilt vor allem für diese körperlichen und psychischen Symptome und Krankheiten:

 

  • Chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Konzentrations-Mängel und Gedächtnis-Probleme
  • "Nebel im Kopf"
  • Magen-Darm-Probleme
  • Candida-Befall
  • Depressionen
  • Suizid-Gedanken
  • Nervosität und Zittern
  • Taubheitsgefühle
  • Haut-Ausschläge
  • Gelenkschmerzen
  • Allergien
  • Autoimmun-Erkrankungen (Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose, Multiple Sklerose, Fibromyalgie)
  • Unerfüllter Kinderwunsch

 


Toxische Wirkung

Ob und wie sehr ein Metall giftig für Sie ist, hängt davon ab,

  • wie viel Sie davon aufnehmen bzw. wie viel davon schon in Ihrem Körper gespeichert ist
  • ob Ihr Körper in der Lage ist, diese Metalle (wenigstens teilweise) zu entgiften. Wenn diese Entgiftungsfähigkeit erblich bedingt eingeschränkt ist (z.B. Glutathion-Mangel), sammeln sich Metalle im Körper an
  • wie Ihre Lebens- und Ernährungs-Gewohnheiten sind: Sport, Schwitzen, reichliches Wassertrinken und einige andere Dinge mehr tragen zur Entgiftung bei (Siehe Kapitel "Entgiftung").

 

Wie kommt die Giftwirkung zustande?

Wie Sie vielleicht wissen, bestehen die Wände unserer Körperzellen, unsere Enzyme, Hormone und sog. Antikörper ganz oder teilweise aus Eiweißverbindungen bzw. Aminosäuren. Das sind große Moleküle, die vorwiegend aus Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff bestehen. Daneben enthalten sie z.T. noch andere Atome wie Schwefel, Eisen, Zink, Selen oder Magnesium.

 

Eine besondere Rolle spielt der Schwefel: Manche Aminosäuren enthalten sog. Schwefel-Wasserstoffgruppen. Das sind Teile des Aminosäuren-Moleküls, die aus einem Wasserstoff- und einem Schwefelatom bestehen. Schwefel hat eine sehr hohe Anziehungskraft für Metalle (einschließlich Quecksilber).

 

Wenn giftige Metalle in den Körper kommen, verdrängen sie das Wasserstoff-Atom aus der Schwefel-Wasserstoffgruppe und binden sich an seiner Stelle an den Schwefel. Dadurch verliert die Aminosäure ihre ursprüngliche Funktion:

 

In den Zellwänden wird der Nährstoff-Transport in die Zelle und der Abtransport von Abbauprodukten aus der Zelle blockiert. Zellen bekommen nicht mehr genügend Energie und können an ihrem eigenen Stoffwechselmüll "ersticken".

 

Enzyme dienen dazu, Stoffwechselvorgänge zu ermöglichen und zu beschleunigen. Durch die Anbindung von fremden Metallatomen verlieren sie diese Fähigkeit.

 

Hormone steuern und regulieren den Organismus. Angedockte Fremd-Metalle blockieren diese Funktion.

 

Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin transportiert den lebenswichtigen Sauerstoff im Körper. Metalle können die Stellen besetzen, an denen normalerweise der Sauerstoff andockt. Dadurch steht dem Körper weniger Sauerstoff zur Verfügung und eine mögliche Folge ist Chronische Müdigkeit (CFS).

 

DNA und RNA sind langkettige Moleküle, die die gesamte Erbinformation beinhalten. Sie werden in den Zellen laufend neu gebildet und aus einer Vielzahl kleinerer Moleküle zusammengesetzt. Fremd-Metalle stören diesen Zusammenbau und können zu Erbgutveränderungen führen.

 

Albumine und Globuline sind Eiweißkörper im Blut, die unter anderem dem Nährstoff-Transport und der Immunabwehr dienen. Angedockte Metalle blockieren diese Funktionen.

 

Myelinscheiden sind die isolierenden Hüllen um die Nervenfasern herum. Vor allem Quecksilber stört den Aufbau dieser Schutzhüllen und kann sie sogar auflösen. Die Folge sind "Kurzschlüsse" in der Informationsübermittlung der Nerven (wie sie auch bei Multipler Sklerose (MS) beschrieben werden).


Allergene Wirkung

Während die Giftwirkung der Metalle von der Menge abhängig ist, ist die Allergien auslösende Wirkung mengenunabhängig. Schon wenige Atome eines Metalles können allergische Reaktionen hervorrufen. Worauf beruht dieser Mechanismus? Metall-Atome können sich an Stelle natürlicher Wasserstoff-Atome an den Schwefel körpereigener Eiweiße anlagern.

 

Dadurch verändert sich deren Oberfläche. Was ist die Folge? Das Immunsystem betrachtet körpereigene Eiweiße als fremd und feindlich und bekämpft sie.

 

Das Immunsystem richtet sich also gegen den eigenen Körper und die möglichen Folgen werden als Autoimmun-Erkrankungen bezeichnet:

 

  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Chronische Polyarthritis
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Fibromyalgie

usw.

 


Elektrophysikalische Wirkung

Metalle im Mund wirken wie Antennen. Sie gehen in Resonanz mit elektrischen Feldern, die von außen auf den Körper einwirken: Funksignale von Handys oder Radiostationen, elektromatgnetische Felder von Stromleitungen usw.

 

Durch die Antennenwirkung entsteht um die Metalle herum ein elektromagnetisches Feld, das bis in das nur wenige Zentimeter entfernte Gehirn reicht und die Kommunikation der Nervenzellen stören kann.

 

Amalgam-Füllungen bauen immer wieder eine elektrische Ladung auf, die sich messen lässt. Die Stromstärken liegen im Mikroampere-Bereich. Durch den Kontakt mit der Mundschleimhaut und anderen Metallen entlädt sich diese Ladung und fließt bis in das Gehirn.

 

Auch das Gehirn funktioniert teilweise elektrisch. Hier wurden Stromstärken im Nanoampere-Bereich gemessen (also etwa Tausend Mal niedriger).

 

Metalle im Mund verstärken Elektrosmog (© Andrea Danti - Fotolia.com)
Metalle im Mund verstärken Elektrosmog

Warum nicht jeder an Metallen erkrankt

Ob jemand an Metallen erkrankt, hängt vor allem von seiner genetischen Disposition (den Erbanlagen) ab. Bei einem Menschen, der die genetische Veranlagung für eine bestimmte Krankheit hat, können Metalle diese Krankheit auslösen. Wer diese genetische Veranlagung nicht hat, bei dem werden Metalle auch nicht zu dieser Krankheit führen.

Eine ebenso große Rolle spielt die Fähigkeit eines Körpers, Metalle und andere Belastungen zu entgiften.

 

Auch das ist zu einem großen Teil genetisch programmiert: Wer z.B. einen erblich bedingten Glutathion-Mangel hat, entgiftet schlechter und wird eher krank.

 

Eine weitere Rolle spielt die vorhergehende Sensibilisierung auf Metalle: Wer z.B. als Baby mit einem quecksilberhaltigen Impfstoff geimpft wurde, kann bei einem späteren Kontakt mit Quecksilber eine Allergie dagegen entwickeln.

 


Was ist mit Gold und anderen Metallen im Mund?

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