Welche Alternativen zum Amalgam gibt es?

Entscheidungshilfen für das richtige Füllungsmaterial

Welche Füllungsmaterialien kommen als Ersatz für Amalgam in Frage? (© yanlev - Fotolia.com)
Was soll an Stelle von Amalgam in die Zähne?

Das Ersatzmaterial für Amalgam sollte grundsätzlich metallfrei sein. Alle Metalle im Mund können gesundheitliche Probleme verursachen. Gold kann die körpereigene Entgiftung blockieren.

 

Als metallfreie Alternative stehen Zemente, einfache Kunststoff-Füllungen, sog. Komposits und Keramik-Inlays zur Verfügung. Bei diesen Materialien gibt es aber Unterschiede hinsichtlich der Haltbarkeit, der Kosten und der Verträglichkeit. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Zähne zunächst einmal provisorisch oder gleich endgültig gefüllt werden sollen.

 

Worauf Sie bei der Wahl Ihrer Füllungen achten müssen, erfahren Sie hier:

 


Wenn Sie sicher sein wollen:

Materialverträglichkeits-Test

Materialverträglichkeits-Test mit Elektroakupunktur nach Voll. (© Martina Weißhaupt)

 

 

Im ungünstigsten Falle könnte es sein, dass Sie Ihr Amalgam entfernen und sich ein Ersatzmaterial einsetzen lassen, bei dem sich später herausstellt, dass Sie es nicht vertragen. Damit das nicht passiert, empfehle ich Ihnen, die in Frage kommenden Materialien vorab testen zu lassen.

 

 

 

Mögliche Testverfahren sind der Lymphozyten-Transformations-Test oder ganzheitliche Methoden wie die Elektroakupunktur nach Voll, die Kinesiologie und andere. Spezialisierte Zahnärzte stellen Ihnen dazu Materialproben zur Verfügung und nennen Ihnen Adressen für die Testung.

 


Provisorische Füllungen oder gleich die endgültigen?

Provisorische Zementfüllungen

Zementfüllungen halten nicht lange und können zu Schäden an Zähnen und Zahnfleisch führen. (© Zsolt Bota Finna - Fotolia.com)
Zementfüllungen halten nicht lange und können zu Schäden an Zähnen und Zahnfleisch führen.

 

 

Befürworter von provisorischen Füllungen glauben, dass der Zement noch Quecksilber aus dem Zahn zieht, das später mit dem Provisorium wieder entfernt werden kann.

 

Dafür gibt es keine Beweise und provisorische Füllungen richten mehr Schaden an als sie nutzen:

 

 

 

Sie nutzen sich innerhalb weniger Monate sehr stark ab. Zähne können dadurch geschädigt werden. Der Zusammenbiss wird gestört, was zu Kiefergelenks-Problemen führen kann.

 

Speisereste klemmen sich zwischen die Zähne ein und führen zu Zahnfleisch-Entzündungen.


Aus zahnärztlicher Sicht ist es besser, Zähne nach der Amalgam-Entfernung sofort endgültig und stabil zu füllen: Jedes zusätzliche Schleifen am Zahn schädigt den Zahnnerv und kann zu dessen Absterben führen. Die Folgen können tote Zähne sein, die ihrerseits wieder gesundheitliche Probleme verursachen.

 

Auch für Sie als Patient ist es angenehmer, wenn die Zähne gleich endgültig gefüllt werden und Sie die Behandlung hinter sich haben. Sie müssen sich nicht monatelang mit Provisorien und Zahnfleisch-Entzündungen quälen. Außerdem ersparen Sie sich eine weitere Behandlung und zusätzliche Kosten.

 


Endgültige Füllungen

Einfache Kunststoff-Füllungen

Einfache Kunststoff-Füllungen haben eine kurze Haltbarkeit und verfärben sich im Laufe der Zeit. (© Sandor Kacso - Fotolia.com)

 

 

Einfache Kunststoff-Füllungen haben nur eine kurze Haltbarkeit von 3-5 Jahren. Sie nutzen sich relativ schnell ab und verfäben sich im Laufe der Zeit dunkel (siehe Foto).

 

Ein weiterer Nachteil ist die mögliche Bildung von Randspalten.

 

 

 

In diese Spalten nisten sich Bakterien ein, die Karies hervorrufen können.

 

Wenn Sie eine gute und dauerhafte Lösung für Ihre Zähne möchten, sollten Sie sich für eine der folgenden Alternativen entscheiden.

 


Komposit-Füllungen

Komposit-Füllungen in den Zähnen: Stabil, lange haltbar und farbstabil (© Sandor Kacso - Fotolia.com)

 

 

Komposits bestehen nur zu ca. 20 % aus Kunststoff und zu ca. 80 % aus fein gemahlenem Keramikpulver. Das gibt ihnen eine hohe Abriebfestigkeit und lange Haltbarkeit von 8 und mehr Jahren.

 

Außerdem verfärben sich Komposits nicht im Laufe der Zeit.

 

 

 

Komposit-Füllungen werden in einem speziellen Verfahren fest mit dem Zahn verbunden, weshalb es kaum zur Randspaltbildung kommt.

 

Sie sind auf jeden Fall eine bessere Alternative zu einfachen Kunststoff-Füllungen.

 

 


Komposits mit geringerer Allergie-Gefahr

Die gängigen Komposits enthalten wie die Kunststoffe unter anderem zwei chemische Bestandteile, die möglicherweise  zu Allergien führen können. Diese beiden Substanzen sind Methylmetacrylat (MMA) und Triethylenglycoldimethacrylat (TEGDMA).

 

Es gibt ein Komposit eines schweizerischen Herstellers, das  beide Substanzen nicht enthält. Wenn der Material-Test ergeben hat, dass Sie dieses Komposit vertragen und wenn Sie keine Keramik-Inlays (s.u.) machen lassen wollen, sollten Sie dieses Material wählen.

 


Keramik-Inlays

Keramik-Inlay auf dem Gips-Modell (© giorgiomtb - Fotolia.com)

 

 

Inlays (Einlagefüllungen) werden außerhalb des Mundes hergestellt und dann fest in den Zahn eingesetzt. Für normale Keramik-Inlays ist eine Abformung der Zähne erforderlich. Während die Inlays im Dentallabor hergestellt werden, müssen Ihre Zähne mit Provisorien geschützt werden.

 

 

 

Laborgefertigte Keramik-Inlays können nach 10-14 Tagen eingesetzt werden. Sie haben eine lange Haltbarkeit von 15 Jahren und mehr. Keramik behält ihre natürlich schöne Farbe und ist sehr gut körperverträglich. Deshalb sind Keramik-Inlays die beste Alternative zu Amalgam.

 


CEREC-Keramik-Inlays

Digitale Aufnahme der Zähne für die Herstellung von CEREC-Keramik-Inlays (© Alen D - Fotolia.com)

 

 

Bei der CEREC-Methode wird anstelle einer Abformung eine digitale Aufnahme der Zähne gemacht (wichtig für Patienten mit Würgereiz).

 

Eine Maschine schleift dann anhand der gewonnenen Daten innerhalb weniger Minuten das fertige Inlay aus einem Keramik-Block.

 

 

 

Es kann anschließend sofort eingesetzt werden. CEREC-Keramik-Inlays haben alle Vorteile von Keramik-Inlays und noch einige mehr:

  • keine Abformung
  • kein Würgereiz
  • kein lästiges Provisorium
  • kein zweiter Termin.

 

 

 


Wie geht es nach der sicheren Amalgam-Entferung weiter?

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